Beispielbilder für eine Systemaufstellung : Eine nachgestellte Situation zeigt, wie erlebte und (un-) bewusste Erfahrungen unter Anleitung losgelassenen werden können, weil sie zu ganz anderen Personen oder Situationen in "der Vergangenheit" gehören. Diese familären Verstrickungen - die Weitergabe von transgenerationalem Themen (z. B. Trauma) - gilt es zu stoppen, für eine glückliche Zukunft ohne Erblast.
Wenn eine Mutter nicht mehr zur Ruhe kommt und jegliche Leichtigkeit im Leben fehlt
Der "Sorgen-Druck" wird für die Mutter selbst immer unerträglicher. Die Kinder fallen auf & der Mann reagiert langsam genervt vom "ewigen sich Sorgen machen" seiner Frau
Es gibt nicht einen Tag, an denen die dreißjährige Anna (Name und Alter geändert) nicht in Sorge um ihre beiden Kinder ist. Der attraktiven und sportlichen Frau ist es nicht anzusehen, was sie innerlich fast schon erdrückt ... "Die Sorgen um ihre zwei Kinder!" Da sie schon verschiedene Therapiewege versucht hat, traut sie sich nach einer 1:1-LOSLASSEN AUFSTELLUNG in eine Gruppenaufstellung. Bei der Begrüßung mit mir sagte sie noch ein wenig nervös "Eigentlich wollte ich absagen, da ich das Gefühl hatte, dass ich diese Aufstellung doch nicht brauche." Und dann saß sie doch zwischen meiner Frau Angela und mir. Die Emotionen brachen aus ihr heraus. Es war gut, dass sie sich aufgemacht hat!
Die Aufstellung beginnt - Der Blick
Schnell senkte sich der Blick unter Tränen zum Fußboden. Dabei fokussierte Anna scheinbar eine bestimmte Stelle am Boden und intuitiv entschied ich mich dort einen Waabo auszulegen. Ich bat sie zum Waabo Kontakt aufzunehmen. Als Anna beim Anblick des Lila-Herzwaabos erzählte, dass sie nach dem Todgeborenen Bruder (im 8. Monat) als Tochter "lebendig" zur Welt kam, entschied ich mich als Aufsteller für das ATMA-Format - Die Pränatale und Perinatale Systemaufstellung: Von der "Anfänglichen Gestalt" bis zur Geburt (siehe Bild).

Schicksalsschläge und Überlebensprogramme unserer Ahnen bestimmen den Umgang mit unseren Kindern
Es ist sehr wichtig zu wissen, dass mit der Geburt z. B. bei einem Mädchen sämliche "Ahnen-Informationen" bereits nicht nur in der Körperzellen, sondern auch schon in den Eierstöcken vorhanden sind. Diese werden dann, wenn sie nicht bearbeitet wurden 1:1 an die nächste Generation weitergegeben. Anna hat also mit ihrer Geburt schon die ganze Last ihrer Eltern, insbesondere ihrer Muter vererbt bekommen. Diese belastete Bindungs- und Beziehungsfähigkeit liegt durch die Weitergabe mit der Empfängnis in ihrem Körper. Heute ist dies über die Epigenitik bekannt und wissenschaftlich nachweisbar, das z. B. traumatische Erlebnisse in der DNA beheimatet sind, allerdings auch "abgeschaltet" werden können, z. B. durch eine Systemaufstellungen oder systemische Therapie (z. B. Generation-Code von Sabine Lück). Nocheinmal verdeutlicht: Mit der Empfängnis gibt es gleichermaßen eine Erblast und ein Erbglück durch das Erlebte und Gelebte aus dem gesamten Familiensystem. Damit bestimmen Schicksalsschläge und Überlebensprogramme unserer Ahnen den Umgang mit unseren eigenen Kindern!
ATMA - Die Pränatale und Perinatale Systemaufstellung: Von der "Anfänglichen Gestalt" bis zur Geburt
Die Schwere der Mutter von Anna zeigt sich überdeutlich in der ATMA-Aufstellung. Die Unsicherheit des Vaters war sichtbar, aber auch seine Liebe für die heranwachsende Tochter im Bauch der "belasteten" Mutter. Die Aufgabe im ATMA war es, die übertragene Last schon in der Schwangerschaft "rückwirkend sozusagen abzuschalten" bzw. an die Mutter zurückzugeben und den Lebenswillen für sich selbst - also für Anna - authentisch zu bekräftigen. Die Entwicklung aus der Verwicklung mit der belasteten Mutter förderte den Geburts-Weg ins eigene Leben von Anna. Sie konnte am Ende erleichtert sagen "JA! Ich will LEBEN!" und damit trat sie in ihr eigenes LEBEN!!! Für Anna ein ganz wichtiger Entwicklungs-Schritt für ein glückliches und entspannteres Leben.

Die Sorgen mit einer Symptomaufstellung bewusst anschauen
Es war so wichtig den Frieden mit der eigenen Geburt herzustellen um "unbelasteter" der jetzigen Situation von Anna mit einer Symptomaufstellung zu begegnen. Wie gesagt, die Sorgen um Ihre Kinder bestimm(t)en ihren Alltag! Beide Kinder fallen im Kindergarten auf und stören maximal, was sie zusätzlich belastet. Auch die scheinbaren ADHS-Vermutungen von außen. So wählte sie eine Stellvertreterin für sich und für "die ständigen Sorgen" aus. Als beide StellvertreterInnen ihren Platz gefunden hatten, sie selbst hatte sich - ihre Stellvertreterin - in einen lila gedrittelten Waabo-Kreis platziert (Hinweis vor dem ATMA bei der Anliegenklärung lag der Lila-Herzwaabo vor ihr im Raum!). "Die ständigen Sorgen" stellte sie vor das Kissen-Lager - mit Blick auf sich selbst im Waabo-Kreis. Ziemlich schnell setzte sich die Sorgen- Stellvertreterin in den Kissenbereich - schon fast symptomatisch ...

Die Stellvertretin von Anna im lilafarbenen Kreis zeigte sich zurückgezogen - ja völlig distanziert zum Leben selbst. Sehr auffällig war, dass in dieser "2. Aufstellungsphase" nach dem ATMA die Stellvertreterin von Anna exakt die gleiche Handhaltung wie die Mutter zuvor zeigte. Und auch in der Folge wiederholte sich eine signifikante zweite Geste, die widerum identisch mit der Mutter aus der vorangeggangenen ATMA-Aufstellung spiegelte oder "zufällig" doppelte.
So wurde in dieser direkt nachfolgenden Aufstellung im Kontakt mit Anna deutlich, das es scheinbar noch 4 Fehlgeburten gab … (von drei Fehlgeburten wusste Anna vor der Todgeburt ihres Bruders bewusst, hatte mir dies gegenüber aber in dieser Aufstellung noch nicht geteilt). Als die verstorbenen Föten/Embryos und der totgeborene Bruder durch liegende Stellvertreter repräsentiert im Raum lagen, verließ die Stellvertreterin „Ständige Sorgen“ den Aufstellungsraum und kam vom Flur nur noch mal zur Aufstellungssituation zurück um zu sehen, ob „jetzt“ alles „in Ordnung sei“.
Auch abgegangene Föten und Todgeborene sind Teil des Familiensystems und dürfen geehrt werden
Als alle fünf Geschwister von Anna nacheinander als "Verstorbene" am Boden geehrt waren, zog sich die Stellvertreterin "Ständige Sorgen" komplett aus der Aufstellung zurück. Die Stellvertreterin von Anna entspannte sich gänzlich und schaute der Ehrung durch Anna ebenfalls knieend zu. Dazu verwende ich gerne Kerzen als sichtbares Zeichen - positioniert am Kopf - des jeweiligen "verstorbenen" Geschwisterchens. Dazu werden entlastende Sätze von mir als leitender Aufsteller angeboten, die Anna bei jedem erneut und mit "offenen" Herzen aussprechen durfte, wenn es auch für sie "stimmig" anfühlte. So stellte sich ein Frieden im Raum ein, eine heilende Stille, verbunden mit einer Leichtigkeit, die sich Anna schon immer gewünscht hatte.
HERZ l ICH willKOMMen!
Beste IMPULSe aus dem HERZen von Holstein
und eine GLÜCKliche ZEIT!
Peter Köstel
Entwickler. Aufsteller. Brückenbauer.




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