Das waren Zeiten ...
- Um 830 wurde Santiago de Compostella zum Wallfahrtsort ernannt, als man die in einem Grab gefundenen Gebeine dem Apostel Jakobus zuschrieb.
- Am 27. September 1825 wurde die erste Personenbeförderung auf neun Meilen mit der Fahrt der von Stephenson gebauten Lokomotive „Nr. 1“ mit der "Stockton and Darlington Railway" eröffnet. In Spanien wurde erst 1992 Schienen nach der europäischen Regelspur gebaut, so dass Züge in Europa auf dem gleichen Schienenabstand durchfachen konnten.
- Ab 1919 flogen die ersten Passagierflugzeuge (wohl nicht nach Santiago.)
- 1980 wurden nur noch 209 Pilger in einem Jahr auf dem Jakobsweg gezählt.
- 2025 errreichten 530.987 Pilger Santiago de Compostella.
Pilgern auf dem Jakobsweg: Hin- und Zurück zu Fuß waren normal
Krankheiten, Überfälle und "Einfach war es!"
Über 500.000 Pilger sind 2025 in Santiago de Compostella laut dem offiziellen Pilgerbüro angekommen. Und die müssen es ja wissen, sie stellen die Pilgerurkunden aus, wenn die erforderlichen Stempel im Pilgerausweis belegt sind. In der Tat sind die Pilgerausweise eine ganz persönliche Zeitreise - verbunden mit intensiven Erlebnissen des Weges. Ich selber genieße es bei einem gepflegten Getränk die Stempel und die Stationen im Geiste zu feiern, zu befrieden oder einfach nur dankbar zu sein.
Auch ich reise mit dem Flugzeug an. Auf meinem Weg zurück nach Frankreich (2019) traf ich zwei Holländer, die in einem Stück "hin und zurück" gelaufen sind, sowie einen Italiener der Rom wieder erreichen wollte. 2008 erlebte ich live eine Berlinerin die Santiago als Ziel hatte um dann wieder nach Deutschland zu pilgern. 2 Tage begleite ich einen Schweizer, der in Genf gestartet war und auch sein Ziel war es so wieder zurückzukehren. Heute scheint es etwas besonderes zu sein, vor über hundert Jahren war es etwas ganz natürliches ... zurückzukehren ... es ging ja auch gar nicht anders.
Hinzu kam, dass Personen für ein ganzes Dorf oder eine Gemeinschaft gepilgert sind. Krankheiten wurden in einfachen Hospitäler behandelt. In Astorga, im Palast von Gaudi wurde 1963 das Museo de los Caminos (Museum des Jakobswegs) eingerichtet. Ich empfand es sehr eindrucksvoll, wie das Leben "einfach" stattfand. Es gab auch keine wasserabweisenden Materialien, keine Wanderstiefel etc. etc. Und sicher konnte man sich auch nicht sein ...
Ich starte dieses Jahr ganz sicher, für drei Wochen und gehe tatsächlich den Weg, den ich 2022 mit meinem Sohn gepilgert bin wieder zurück, also ich starte direkt am Airport von Santiago um Richtung Leon zu pilgern. Die Freude ist bei mir unglaublich groß :-)))
HERZ l ICH willKOMMen!
Beste IMPULSe aus dem HERZen von Holstein
und eine GLÜCKliche ZEIT!
Peter Köstel
Entwickler. Aufsteller. Pilger ;-)

























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