Leben wirklich bewusst "bis zum ende" leben.
Wenn ich unseren Aufstellungsraum den Lebenslauf aufbaue, lege ich manchmal den Kopf einfach mit einem Ohr auf den Fluss (in Wirklichkeit natürlich auf den Teppichfluss, aber diesen Gedanken kann ich hier sofort wieder loslassen ...). Es ist eine WUNDERbare Möglichkeit einfach für einen MOMENT einmal ANDERS DA ZU SEIN! Manchmal werde ich ganz still und höre "ihm", höre "mir" zu. Dann merke ich, du lieber Fluss des Lebens hast viel zu erzählen. "Und wo endest du?" fragt Michael Roher in seinem gefühlvollem Bilderbuch "Der Fluss". Um direkt zu antworten "Im Himmel vielleicht, denke ich, ...". Wie sehe ich mich an meinem Lebensende? Gelöst? Verbittert? Oder erfüllt?
Das Leben ist immer im Fluss ... Das LEBEN IST ein (Wasser-) Kreislauf
Familiendynamische Zusammenhänge in einer Lebenslauf-Aufstellung erleben
Wenn Sie unterwegs sind, um neue Sichtweisen, Ansätze und Werkzeuge zu entdecken, dann stoßen Sie in diesem Blogbeitrag vielleicht auf Unerwartetes, Unkonventionelles oder Irritierendes. Unser Leben selbst ist reich an Untertönen und Urteilen. Unabhängig davon was wir denken, wie wie handeln, was wir lösen, was wir wo möglich in uns heilen ... ein echter Fluß mündet im Meer oder vereinigt sich beispielsweise aus einem Seitenarm kommend, mit einem weiteren Fluss. Daher ist eines indes gewiss, Wasser vedunstet, spätestens im großen Meer mit 70 Prozent Wasserfläche auf unserem Globus. Wenn wir also beispielsweise ungelöste Themen und Vorwürfe mit in den Tod nehmen, regnet es in meinem Bewusstsein verschmutzt ab, versickert in freier Natur und speist so meist die Quellen - so ist immer ein Kreislauf gegeben. Aber was machen wir mit dem persönlichen Lebensfluss?
Wenn wir alleine die möglichen Gedankenschleifen erkennen, dann ist die Frage, möchten wir nicht belastendes Gut im "HIER und JETZT" lösen um leichter, entspannter oder befreiter den eigenen Lebensfluss zu (er)leben. Vielleicht ist mein Vergleich irritierend, wenn ich schreibe, das Wasser verdunstet und unsere Seele erhebt sich "am Ende" unseres Lebens im "Großen Ganzem". Was bleibt uns real übrig? Wenn wir den Körper abstreifen, vielleicht sogar als Urnenbeisetzung im Meer uns verabschieden? Der Geist, der vielleicht die Familie getragen hat, bleibt vielleicht ... aber wenn die Oma "die gute (verbindende) Seele" war, wäre es nicht das erste Mal, dass familiäre Treffen mit dem besagten Oma-Geist sich verlieren ... Was bleibt dann noch? Die Seele wäre eine mögliche Antwort, denn die systemische Arbeit beruht darauf.
Die Lebenslauf-Aufstellung für erste einSICHTen
Wer den Lebenslauf im Lebensfluss wagt, wird erleben, dass er ihn im "HIER und JETZT" sehr präsent geht. Und trotzdem werden von der Quelle bis zur Mündung Empfindungen präsent, obwohl der Fluß ohne sichtbare Zeitskalen auskommt. Einige TeilnehmerInnen wollen den Fluß dann nicht bis ans Ende gehen, es flösst ihnen Furcht ein. Dann gehen wir oft ein Stück zurück und er zeigt sich aus der neuen Perspektive weniger bedrohlich oder angsteinflößend. Manchmal machen Personen "eine Show aus dem Walk" und breiten die Arme aus. Ich versuche jeden mit sich selbst in Kontakt zu bringen und die Berührung als echtes Gefühl wahrzunehmen ... mit den entsprechenden Botschaften.
Das Wunderbare an diesem Setting ist, dass sich im Lebenslauf schon erste Botschaften zeigen für Patietinnen und Patienten, Klientinnen und Klienten. Die darauffolgenden Aufstellungen verdichten oft Dertails, die sich im ersten "Lebenslauf im Lebensfluss" zeigt haben. Meine liebe Frau Angela, die mich fast immer begleitet, füllt dabei das Lebenslauf-Blatt aus und hält damit erste Hinweise und Erkenntnisse fest, damit wir dies ggfs. später mit der eigentlichen Aufstellungsarbeit verbinden können. So unterstützt die meist öffnende Lebenslauf-Aufstellung die fortgeführte Familien-, Symptom- oder Krankheitsaufstellungen.
Mit dem Lebenslauf in "den Flow"
Wir wissen nicht wirklich wie es am bzw. nach dem Ende weitergeht? Doch an der Mündung - vor der Tür - öffnen wir vermutlich eine unbekannte Tür. Wie die Spiegelung auf dem Foto es
uns zeigt, wir können erahnen das wir "Dinge, Erlebnisse, Traumas" - positiv wie negativ mitnehmen ... . Wissenschaftlich ist dies bereits in der Epigenitik von
Nachkömmlingen nachgewiesen.
Kinder bekommen also ungefragt "gute und belastende" Erbschaften mit der Zeugung in ihren Lebensfluß. Da wäre es doch hilfreich so früh wie möglich nach Lösungswegen im Familiensystem zu suchen um dei Nachfahren zu entlasten? Wenn es um unsere Um-Welt geht und wie wir mit ihr umgehen, hat sich das Wort "Enkelfähige Welt oder Zukunft" etabliert. Damit ist gemeint, was übergeben wir, damit die Enkel "gut" weiterleben können?!?!
Wäre es nicht verantwortungsvoll, wenn WIR "einen Flow" im Leben bewusster anbahnen? WIR könnten es doch zumindestens versuchen ... Oder?
Wie sehe ich mich an meinem Lebensende? Das hängt von Ihnen ab! Der Lebenslauf im Lebensfluss als systemisches Aufstellungsformat bietet sichtbar die Mündung, unterstützt eine Sicht auf den Übergang oder den (unausweichlichen) Tod. Der Fluß mündet, ob wir es wollen oder nicht, letztendlich immer im großen Meer. Und das Meerwasser wird vedunsten ... und unsere Seele nimmt ebenfalls ihren Weg ... Mit welchem Bewusstsein möchtest du, möchten Sie im Ganzem ankommen?
Ich wünsche eine glückliche Reise mit diesen vier Blogteilen! (Teil 1, Teil 2 & ATMA - einfach anklicken)
HERZ l ICH willKOMMen!
Beste IMPULSe aus dem HERZen von Holstein
und eine GLÜCKliche ZEIT!
Peter Köstel
Entwickler. Aufsteller. Brückenbauer.

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